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Klimawandel erfordert zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Die schweren Unwetter im Frühjahr des vergangenen Jahres und die extreme Hitzeperiode im Sommer mit Dürre und Ernteausfällen haben uns drastisch vor Augen geführt, dass wir uns mitten im Klimawandel befinden. Es ist somit für jedermann zu erkennen, dass der Klimawandel kein abstraktes Phänomen ist, das irgendwo stattfindet, sondern, dass auch wir unmittelbar betroffen sind und in Mitleidenschaft gezogen werden. „Angesichts dieser Bedrohung durch den Klimawandel, aber auch aus Umweltschutzgründen und um den Ausstieg aus der Kernenergie zu stemmen, ist es dringender denn je erforderlich die Erneuerbaren Energien forciert auszubauen. Dies gilt für Deutschland ebenso wie auch für das Saarland“, meint Joachim Götz, Vorstandsmitglied der Raiffeisen Bürger – Energiegenossenschaft Bliesgau eG (BEG Bliesgau eG). Das Saarland hinkt ohnehin beim Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv hinterher und belegt beim Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch den letzten Platz unter den Flächenländern. Während bundesweit inzwischen mehr als 40 % des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien stammen, sind es im Saarland nur ca. 15 %. Das von der Landesregierung gesteckte Ziel bis 2020 20 % des gesamten Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken, ist nicht mehr erreichbar. Und dieses Ziel kann selbstverständlich nur ein Zwischenziel sein, denn wir benötigen 100 % Erneuerbare Energien und dies nicht nur im Stromsektor, sondern auch im Mobilitätssektor und im Wärmebereich.

Doch statt die Erneuerbaren Energien forciert auszubauen, wird deren Ausbau im Saarland ausgebremst. Dies gilt insbesondere für die Windenergie, die die effizienteste und ergiebigste Form der Erneuerbaren Energien darstellt und die als Zugpferd den größten Beitrag zur zukünftigen Erneuerbaren Energieversorgung leisten muss. Im Saarland werden derzeit, insbesondere vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA), mit Duldung oder gar Unterstützung der saarländischen Landesregierung die Hürden für Windenergiegenehmigungen immer weiter erhöht, was dazu führt, dass der Ausbau, der 2011 von der Saarregierung initiiert wurde, nunmehr fast zum Erliegen kommt. So wurden z.B. seit Ende 2016 nur noch 4 Windkraftanlagen durch das LUA genehmigt. Aus falsch verstandenem, übertrieben eng ausgelegtem Artenschutz, der darüber hinaus auch von bestimmten Kreisen instrumentalisiert wird, behindert man massiv den Windenergieausbau. Eine verantwortungsvolle Politik darf nicht zulassen, dass aus weit überzogenen Artenschutzgründen die Windenergienutzung, die den größten Beitrag zum Klima- und Umweltschutz liefert, verzögert oder gar ausgebremst wird. Hierbei darf auch nicht außer Acht gelassen werden, dass bei Windenergieplanungen ein enormer Aufwand an Gutachten zur Umweltverträglichkeit, vor allem im Hinblick auf Vögel und Fledermäuse, geleistet werden muss. In sehr viel höherem Maße als bei anderen Einflüssen – wie z.B. dem Straßenverkehr, der eine viel größere Bedrohung für Greifvögel darstellt – wurden in der Vergangenheit schon bei der Windkraft umfangreiche Schutzmaßnahmen für Vögel und Fledermäuse getroffen.

Die Bürger – Energiegenossenchaft Bliesgau eG möchte die Erneuerbaren Energien, Windenergie, Solarenergie und die Biomassenutzung voran bringen und mit dazu beitragen, die Ziele umzusetzen, die sich das Saarland und die Bundesregierung beim Klimaschutz und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gesetzt haben. Daher bietet die BEG Bliesgau eG allen Bürgern der Region die Möglichkeit, sich an Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien zu beteiligen, um Wertschöpfung in den Regionen zu ermöglichen und Akzeptanz bei den Bürgern zu schaffen, womit wir uns völlig im Einklang mit den mehrfach erklärten Zielen der Landesregierung befinden, die unter anderem auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben sind. Daher fordert die BEG Bliesgau eG die Landesregierung nachdrücklich auf, unverzüglich die überzogenen Hemmnisse für die Genehmigung von Windkraftanlagen im Saarland abzubauen und insbesondere auch die Belange des Artenschutzes auf ein vernünftiges Maß zurückzufahren. Denn Klimaschutz ist selbstverständlich auch Artenschutz, da der Klimawandel nicht nur die Menschen, sondern auch die Tierwelt massiv bedroht. Und abgesehen davon, muss der Schutz des Menschen absoluten Vorrang haben!

Ausdrücklich begrüßt die BEG Bliesgau eG die Schülerdemos für mehr Klimaschutz. Die Schüler der Bewegung „Fridays For Future“ haben erkannt, dass der Klimawandel vor allem ihre Lebensgrundlagen bedroht, denn sie werden am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden haben. Daher fordert die BEG Bliesgau eG die Bundesregierung und auch die Landesregierung auf, nun konsequent die Empfehlungen der Kohlekommission umzusetzen, bis 2022 12.500 Megawatt (12,5 Gigawatt) Kohlekraftwerke abzuschalten, den vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2035 zu beschließen und forciert die Erneuerbaren Energien und vor allem auch die Windenergie flächendeckend in allen Bundesländern auszubauen. „Denn nur hierdurch können Deutschland und selbstverständlich auch das Saarland, vor dem Hintergrund des zunehmend bedrohlicher werdenden Klimawandels, ihrer Verpflichtung gegenüber der Weltklimakonferenz und ihrer Verantwortung für die Menschen und für die zukünftigen Generationen gerecht werden“, fasst Günter Walle, Vorstandsmitglied der BEG Bliesgau eG, zusammen.

Raiffeisen Bürger - Energiegenossenschaft Bliesgau eG Juni 2019